Willkommen bei der Schweizerischen Greina-Stiftung

Grundwasseraufstoss bei Sargans SG (Quelle: Herbert Maeder)

Der biologische Zustand der Lebensräume von Arten, die auf Gewässer angewiesen sind, ist sehr schlecht. Eine Studie, welche die gesetzlichen Kriterien Artenvielfalt, wertvolle und geschützte Lebensräume, Lebensraumstruktur und den intakten Wasserhaushalt berücksichtigt, kommt zum Schluss, dass nur 3.6% der Schweizer Fliessgewässer noch intakt sind. Weniger als 20% der Gewässer erfüllen die Zustandskriterien der Gewässerschutzverordnung.

Schutzgebiet Spitzmäder bei Altstätten SG (Quelle: Herbert Maeder)
Bestehende Wasserkraftwerke sollen dauerhaft aus der Pflicht entlassen werden, ihre Eingriffe in schutzwürdige Lebensräume angemessen zu ersetzen. Bei der Erneuerung der Konzessionen soll für die Festlegung der ökologischen Ersatzmassnahmen neu vom bereits beeinträchtigten Ist-Zustand ausgegangen werden.
Greina-Ebene (Quelle: Herbert Maeder)

Alle Fischarten begeben sich im Verlauf ihres Lebens in verschiedene Lebensräume. Neben der Wanderung zur Fortpflanzung tun sie dies auch um neue Lebensräume zu erschliessen, Nahrung zu finden sowie um vor Gefahren zu fliehen oder auszuweichen. Am bekanntesten sind Laichwanderungen,

Aeschen in der Kaltwasserzone im Rhein (© Rainer Kühnis und Samuel Gründler 2018).

Ein sehr warmer und trockener Sommer liegt hinter uns. Unsere Flüsse und Seen wärmten sich in Folge der Hitze und des Regenmangels stark auf. Dies führte bei Schaffhausen im Rhein und zwischen Bodensee und Rheinfall zu einem Fischsterben. Tausende Fische verendeten. Neben den extremen Wetterverhältnissen ist die verminderte Widerstandskraft der Flussökosysteme dafür verantwortlich.

Der natürliche Flémbach (Quelle: Herbert Maeder)

Vor 43 Jahren forderten 77.5% des Schweizer Souveräns in der Bundesverfassung (BV), dass die 15‘800 km «teilweise oder ganz trockengelegten Flussstrecken» bis 2007 saniert werden (Art. 76 Abs. 3 BV). Doch diese Gewässer- und Restwasserbestimmungen der BV werden bis heute vielerorts teilweise oder ganz missachtet und die vorgeschriebenen Restwassermengen massiv unterschritten. Daraus schöpfen einige Wasserkraftwerkbetreiber ungerechtfertigte Gewinne.