Willkommen bei der Schweizerischen Greina-Stiftung

Valorschbach

Der Klimawandel beeinflusst die Schweizer Gewässer erheblich: Viele Flüsse, Seen und auch das Grundwasser haben sich in den vergangenen Jahrzehnten erwärmt. Ebenso veränderten sich die saisonale Verteilung der Wassermengen in den Flüssen und Seen sowie die Grundwasserstände und Quellabflüsse. Wasserlebewesen geraten durch die klimabedingten Auswirkungen zunehmend unter Druck – insbesondere empfindliche, kälteliebende Arten. Das stellt unsere Gewässer vor immense Herausforderungen.

Forellen im Blauseeli bei Kandergrund (BE)

Die Natur steht unter beispiellosem Druck, besonders in der Schweiz. Im Vergleich zu anderen Industrieländern weist die Schweiz die höchste Anzahl bedrohter Arten und den geringsten Anteil an geschützten Flächen auf. Diese Mängel wurden bereits im Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über die Umweltpolitik der Schweiz von 2017 aufgezeigt. Dies brachte unserem Land Tadel ein.

Der natürliche Fluss Ragn da Val Bercla

Die Schweiz verfügt über ein kostbares Erbe an Wasserressourcen. Sie werden massgeblich von natürlichen Faktoren wie dem Wetter und der Entwicklung der Gletscher beeinflusst, aber auch von menschlichen Aktivitäten wie der Nutzung der Wasserkraft. Eine natürliche Flussumgebung kann sich nur dann entfalten, wenn verschiedene Faktoren wie Wasserqualität, ausreichender Raum und naturnahe Ökosysteme vorhanden sind.

Die Schweiz zählt zu den Industrieländern mit dem höchsten Anteil an gefährdeten Arten. Zudem hinkt die Schweiz bei der Ausweisung von Schutzgebieten den EU-Ländern hinterher. Dies kümmert unser Parlament offenbar nicht. Der Ständerat ist in der Wintersession nicht einmal auf den Gegenvorschlag zur Biodiversitätsinitiative eingetreten. Somit wird es zu einer Volksabstimmung kommen.

Unsere Gewässer sind jetzt schon in einem schlechten Zustand. Durch den Klimawandel mit mehr Hitze- und Trockenperioden sowie Starkniederschlägen mit Überschwemmungen geraten sie unter zusätzlichen Druck. Wir müssen sie durch Revitalisierungen und mehr Restwasser widerstandsfähiger machen. Naturnahe Gewässer nützen nicht nur der Biodiversität, sie tragen auch zum Hochwasserschutz bei und bieten Erholungsraum. Bis 2090 sollen rund 4000 km revitalisiert werden.