Willkommen bei der Schweizerischen Greina-Stiftung

Tote Aale nach einer Kraftwerkstufe (© Aqua Viva)

Der Grossteil der heute bestehenden Wasserkraftanlagen wurde gebaut, bevor es eine gesetzliche Restwasserregelung gab. Durch diese intensive Nutzung der Gewässer – zugunsten der Energieproduktion – führten die betroffenen Gewässer kein oder nur noch wenig Wasser. Die Wasserlebewesen verloren ihren Lebensraum und starben teilweise aus. Die Bundesverfassung schreibt seit 1975 angemessene Restwassermengen in unseren Gewässern vor.

Trockengelegter Flussabschnitt der Maggia (© Herbert Maeder)

Das im Mai 2017 angenommene neue Energiegesetz legte den Grundstein für den Umbau der Schweizerischen Energieversorgung. Wie dieser Umbau konkret aussehen soll, ist jedoch unklar. Nachdem der Nationalrat das CO2-Gesetz völlig ausgehölt hatte, machten die Schweizer Jugendlichen - zusammen mit weiten Teilen der Bevölkerung - deutlich, dass sie ein „Weiter so“ nicht akzeptieren.

Grundwasseraufstoss bei Sargans SG (Quelle: Herbert Maeder)

Der biologische Zustand der Lebensräume von Arten, die auf Gewässer angewiesen sind, ist sehr schlecht. Eine Studie, welche die gesetzlichen Kriterien Artenvielfalt, wertvolle und geschützte Lebensräume, Lebensraumstruktur und den intakten Wasserhaushalt berücksichtigt, kommt zum Schluss, dass nur 3.6% der Schweizer Fliessgewässer noch intakt sind. Weniger als 20% der Gewässer erfüllen die Zustandskriterien der Gewässerschutzverordnung.

Schutzgebiet Spitzmäder bei Altstätten SG (Quelle: Herbert Maeder)
Bestehende Wasserkraftwerke sollen dauerhaft aus der Pflicht entlassen werden, ihre Eingriffe in schutzwürdige Lebensräume angemessen zu ersetzen. Bei der Erneuerung der Konzessionen soll für die Festlegung der ökologischen Ersatzmassnahmen neu vom bereits beeinträchtigten Ist-Zustand ausgegangen werden.
Greina-Ebene (Quelle: Herbert Maeder)

Alle Fischarten begeben sich im Verlauf ihres Lebens in verschiedene Lebensräume. Neben der Wanderung zur Fortpflanzung tun sie dies auch um neue Lebensräume zu erschliessen, Nahrung zu finden sowie um vor Gefahren zu fliehen oder auszuweichen. Am bekanntesten sind Laichwanderungen,