Willkommen bei der Schweizerischen Greina-Stiftung

Die Schweizerische Greina-Stiftung (SGS) setzt sich ein für den Schutz der letzten frei fliessenden alpinen Gewässer, die Erhaltung bedeutender Gebirgslandschaften und für die Förderung erneuerbarer Energien, insbesondere für die Nutzung der Sonnenenergie. Für unsere Geschäftsstelle in Zürich (Nähe HB) suchen wir ab Januar 2019 oder nach Vereinbarung eine

Mitarbeiterin Administration (50%)

Sie verfügen über:

Der natürliche Flémbach (Quelle: Herbert Maeder)

Vor 43 Jahren forderten 77.5% des Schweizer Souveräns in der Bundesverfassung (BV), dass die 15‘800 km «teilweise oder ganz trockengelegten Flussstrecken» bis 2007 saniert werden (Art. 76 Abs. 3 BV). Doch diese Gewässer- und Restwasserbestimmungen der BV werden bis heute vielerorts teilweise oder ganz missachtet und die vorgeschriebenen Restwassermengen massiv unterschritten. Daraus schöpfen einige Wasserkraftwerkbetreiber ungerechtfertigte Gewinne.

Nach dem Reaktorunfall von Fukushima beschloss der Bundesrat 2011 aus der Atomenergie auszusteigen. Die Energiestrategie 2050 des Bundes sieht vor, vor allem mit der Wasserkraft den Atomstrom zu substituieren. Obwohl 95% unserer nutzbaren Gewässer verbaut sind, soll die „Zitrone“ noch weiter ausgepresst werden. Die Sanierung bestehender Kraftwerke ist vernünftig und notwendig, um bei allen Flüssen und Bächen „angemessene Restwassermengen“ zu sichern.

Der Alpenrhein fliesst auf rund 90 km vom Zusammenfluss des Vorder- und Hinterrheins bei Reichenau-Tamins bis zum Bodensee. Von den einst 30 verschiedenen darin lebenden Fischarten sind heute bereits 14 ausgestorben, weitere 10 Arten sind sehr selten geworden oder im Begriff auszusterben. Gemäss Schätzungen konnten Mitte des 19. Jahrhunderts ca. 250 kg Fisch pro Hektare gefangen werden, heute sind es noch 10 kg.

Das Jahr 2018 verspricht energiepolitisch brisant zu werden. Nachdem die Energiestrategie 2050 durch das Volk angenommen wurde, stehen nun verstärkt die einzelnen Massnahmen im Fokus. Schafft es die Schweiz neue Wege einzuschlagen und sinnvolle Alternativen zu finden, um die künftige Energieversorgung sicherzustellen? Oder verfallen wir wieder in alte Denkmuster und Lösungsversuche, die zum Scheitern verurteilt sind?