Willkommen bei der Schweizerischen Greina-Stiftung

"Gipfel, Gletscher und glitzernde Seen", ein Facts-and-Fiction-Reiseführer von Reinhard Stocker, beschreibt die Schweiz im Jahr 2021, jedoch so wie sie um 1900 aussah, vor der grossen Zerstörung: Als sich Städte und Dörfer noch harmonisch in die Landschaft einfügten, als es noch mächtige Gletscher zu bewundern gab. Welch ungeheure Verluste in nur 100 Jahren!

Die rücksichtslose Zerstörung alpiner Flüsse

Weer unsere Flüsse noch unsere Seen sind in einem befriedigenden Zustand. Dies stellt der Bundesrat in seinem Bericht "Standortbestimmung zur Fischerei in Schweizer Seen und Fliessgewässern" fest. Zahlreiche Fischarten wie Lachs, Meerforelle, Flussneunauge, Atlantischer Stör, Maifisch, Mittelmeerstör, die Finte usw. sind bereits ausgestorben. 58% der Fische stehen auf der Roten Liste.

Dramatischer Gewässerzustand am Vorderrhein

Erfreulich find das neue Jahr an. Das Bundesgericht hiess unsere Beschwerden für den Gewässer- und Landschaftsschutz im Grimselurteil (1C_356/2019) gut. Da taucht im Gewässerbereich bereits die nächste Katastrophe auf. "Alarmierend wenig Forellen schwimmen im Vorderrhein", titelt die Südostschweiz (SOS) am 20. Mai 2021.

 

Tote Fische, wenig Strom

Die Lage für Fische in der Schweiz sieht schlecht aus: 58 Prozent stehen auf der Roten Liste. Acht Arten sind bereits ausgestorben: Lachs, Meerforelle, Flussneunauge, Atlantischer Stör, Maifisch, Mittelmeerstör, die finte und der Huchen. Ursache dafür sind exzessive Nutzung der Gewässer zur Stromproduktion und die starke Degradierung der Fliessgewässer zwecks Landnutzung.

Verbaute Fliessgewässer

Europaweit steht die Schweiz an der Spitze, wenn es darum geht, wer die höchste Dichte an Hindernissen in Fliessgewässern hat. Das EU Horizon 2020 Projekt AMBER, an dem die Schweiz beteiligt ist, fand 171'693 Querbauten in Schweizer Fliessgewässern. Nur Holland und Deutschland weisen ebenfalls über 100'000 Querbauten auf, jedoch bei wesentlich mehr Flusskilometern.